5. Roadtrip durch die USA

Breite Straßen, weite wunderschöne Landschaften und große bequeme Autos. Ja so ein Roadtrip durch die USA ist empfehlenswert.

Roadtrip USA

Warum sollte man mit dem Auto das Land erkunden? 

Das ist ganz einfach, du kommst bequem und einfach von A nach B. 

Die Landschaften im Land sind wunderschön und überseht von Nationalparks. Alle lassen sich problemlos mit dem Auto befahren. Da man die Größe des Landes schnell unterschätzt, bietet sich ein Roadtrip mit vielen Zwischenstopps an.

Zum Einkaufen kommst du mit einem Auto teilweise besser als zu Fuß. Manche Fußwege sind schlecht ausgebaut, sodass man mit dem Auto sicherer unterwegs ist.

Die Parkplätze sind groß und für so Vieles gibt es ein „Drive In/ Trough“, beispielsweise für Banken und Apotheken. Die Straßen fahren sich angenehm, die Spuren sind breit und nicht so kurvig. Im Straßenverkehr geht man recht respektvoll miteinander um. Das Jemand auf sein Recht beruhte oder provozierte haben wir nicht einmal erlebt.

Was brauche ich für einen Road trip:

Führerschein

Zu allererst kannst du einen Roadtrip erst verwirklichen wenn du einen Führerschein hast. Der internationale Führerschein wurde von uns nicht verlangt, lediglich der nationale Führerschein. 

Kreditkarte

Gebucht haben wir die Autos bequem über Online Portale. Würde ich auch jedem so empfehlen, denn die sind meist auf deutsch und man ist abgesichert wenn mal was ist. Für das online buchen benötigst du eine Kreditkarte.

Route

Du solltest dir vorher im Klaren sein wo du ungefähr lang fahren möchtest. Plane deine Route um zu wissen wo du dein Auto wieder abgeben kannst. Je eher du buchst desto billiger wird das Ganze natürlich.

Man kann sein eigenes Auto von Europa aus einschiffen lassen. Der organisatorische Teil sei wohl um einiges einfacher, als man es sich vorerst vorstellt. Aber so einfach die Organisation ist, die Kosten liegen dafür im 4 stelligen Bereich, allein eine Strecke. Man sagt, dass es sich erst ab 3 Monaten Aufenthalt lohnt.

Wie ist das mit dem Schlafen im Auto?

Grundsätzlich ist es erlaubt im Auto zu schlafen. Aber achte auf Beschilderungen die dies an bestimmten Plätzen verbieten. Sucht euch ein anderes schönes Plätzchen. Die Schilder haben ihren Sinn.

Wir haben im Dezember im Auto schlafen wollen. Bitte macht das nicht, oder nur mit ausreichender Ausrüstung. Wir haben so gefroren das wir uns, aufgrund Krankheit, für die nächsten Nächte ein Hotel suchen mussten. Man sagt: nach “Thanks Giving” sollte man nicht mehr im Auto schlafen.

Wenn ihr im Auto schlafen wollt dann nehmt gleich einen SUV. Der ist bequem und gar nicht so teuer, wie wir es hier gewohnt sind. 

Tipp: Sucht euch eine Vermietung am Flughafen raus. Warum? Es ist so, ihr bucht eine Kategorie und die Autos werden nicht wie üblich schon zugeteilt. Heißt ihr könnt euch alle Autos in der gebuchten Kategorie anschauen und dann auswählen. Meist stehen die in einer Reihe, sortiert nach Kategorie. Nehmt ein Auto welches beim umklappen der Rücksitze zum Kofferraum „fließend übergeht“, ohne Kante. Dann schläft es sich besser.

Mietauto Roadtrip USA

Was brauche ich an Materialien/ Utensilien?

Utensilien wie Matratze, Gaskocher, Topf und Besteck… können in Outdoor Läden gekauft werden. Um zum Laden zu kommen, nutzt einfach eine Maps App. Das ist ziemlich unkompliziert.

Das haben wir uns besorgt:
  • Matratze
  • Campingbesteck und- geschirr
  • Gaskocher
  • Feuerzeug
  • diverses Essen was sich hält und nicht gekühlt werden muss
  • Wasserflaschen (ca. 3 Flaschen a 8l)
das hatten wir schon dabei, aber auch dringend benötigt:
  • Schlafsack und Kissen
  • Waschzeug und Spiegel
  • Thermounterwäsche (es war Dezember)
  • Stirnlampen, die wir teilweise auch ins Auto hingen

Tipp: Bitte erst wenn ihr das Mietauto “besitzt” die Utensilien kaufen, weil ihr z. B. bei der Matratze erst dann den Platz für die Matratze kennt. Zum ausmessen haben wir auch nur eine App genommen, lasst euren Zollstock ruhig zu Hause. Ach und die Matratze lieber ein Stück zu groß als zu klein kaufen. Wir hatten eine nervige Lücke…

Wo kann man denn übernachten?

Besonders empfehlenswert ist das Schlafen in Nationalparks, in denen Campsites vorhanden sind. Diese sind meist auch ausgeschildert. Wir nutzten dafür die App: „Wikicamps“*. Hat uns 2- 3 € gekostet und hat sich gelohnt. 

Weil wir im Dezember durch die USA gereist sind konnten wir nur 2 Nächte im Auto schlafen, es war einfach zu kalt. Wir empfanden das als sehr schade, weil die Nationalparks zum übernachten einladen und auch die wesentlich kostengünstigere Variante ist. Man trifft außerdem auf nette Leute.

Wie ist das mit dem Verkehrsregeln?

Zu den Verkehrsregeln haben wir uns vorher belesen. Also verlinke ich euch mal eine Beitrag:

USA Reise, Einreise und Infos seit 1999

Wir fanden dass man sich schnell an die Einheit mph statt km/h gewöhnt hat und die Verkehrsregeln allgemein schnell schlüssig sind. In manchen Autos hat man die Möglichkeit mph auf km/h umzustellen, ergibt aber keinen Sinn wenn die Straßenschilder die andere Einheit nutzen. Ihr müsstet ständig umrechnen.

Es gibt keine Blitzer, dafür steht immer mal ein Polizeiauto am Straßenrand. Dieser misst die Geschwindigkeit und sammelt euch anschließend ein wenn ihr zu schnell gefahren seid oder anderweitig auffallt. 

Wie läuft das mit dem Tanken?

Benzin ist in der USA billiger (Stand Dezember 2019), dafür ist das Tanken selbst etwas umständlich. 

Wir haben das immer so gemacht:
  1. An die Säule ran fahren, Zapfsäulenummer merken
  2. An die Kasse gehen, die Nummer dem Tankstellenmitarbeiter mitteilen und so ca. 30$- 40$ (für 1/2 Tank) abgeben – als Gutschrift sozusagen
  3. Wieder zurück zur Säule gehen und tanken. Erst jetzt kommt auch Benzin aus dem Schlauch.
  4. Jetzt können 3 Fälle passieren:
  • a) Tank ist voll aber ist noch Guthaben drauf, dann einfach bei der Kasse den Rest abholen
  • b) das Guthaben ist aufgebraucht aber der Tank ist noch nicht voll, jetzt könnt ihr einfach nochmal aufladen gehen.
  • c) gut geschätzt, der bezahlte Betrag stimmt genau mit der Tankmenge überein.

Dann heißt es Gute Fahrt!

Übrigens:

Man tankt in Galonen statt Litern (1 Galone = ca. ~ 3,7l) und die meisten Mietautos sind Benziner statt Diesel.

Tipp: Wir haben uns die Grenze gesetzt, dass sobald der Tank halb voll ist wird sofort eine Tankstelle aufgesucht. Es wurde immer wieder gesagt, dass auf einer langen Strecke auch mal keine Tankstelle kommen kann. Wir empfanden das zwar nicht so, aber wir sind trotzdem auf Nummer sicher gegangen und waren dementsprechend entspannter.

Zum Abschluss:

Wer Lust hat sollte das unbedingt ausprobieren. Es ist unkompliziert, man ist flexibel und es bietet sich bei den Verhältnissen einfach an. 

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